Vom Bewegten Foto zur fiktiven Welt

Die erste Apparatur, die eine Art Film aufnehmen konnte, war das Anfang 1890er Jahre entwickelte Kinetoskop. Die dabei entstandenen bewegten Bilder konnten jedoch jeweils nur von einer Person angeschaut werden. Bereits am 1. November 1895 dann, zeigten die Berliner Brüder Skladanowsky Stummfilme. Diese jeweils in etwa ein minütigen Darbietungen waren zu dieser Zeit europaweit die Ersten und daher von grosser Bedeutung. Die dazumal raren Attraktionen wurden meistens in Theatern aufgeführt und nicht wie heute auf. Der erste lange Film, wurde 1901 in Melbourne abgespielt. In rund zweieinhalb Stunden erzählte der Film die Geschichte von Christen, die für ihren Glauben kämpfen. Kurz darauf, 1910, entstand dann Hollywood. Filmeschaffende liessen sich dort nieder und schafften damit den Grundstein für die heutige Traumfabrik.

A vintage 8mm film projector projects a blank image with film dust and scratches onto a wall beside a stack of film reels

Der nächste Meilenstein der Filmfabrik stellte der Film «Der Jazzsänger» dar. Der 1927 erschienene Streifen gilt als erster Tonfilm und läutete damit eine neue Ära ein. Für viele bekannte Schauspieler bedeutete dies der Untergang. Wenige Jahre danach erreichte das klassische Hollywoodkino seinen Zenit. In der damaligen US-amerikanischen Wirtschaftskriese kamen diese Ausflüchte von der Realität mit garantiertem Happy End gerade richtig.

In den 1960er Jahren kam die Filmefabrik Hollywood ein wenig ins Stocken. Dafür trumpften andere Produktionsstandorte auf; so entstand die französische Nouvelle Vague, das britische Free Cinema oder das lateinamerikanische Cinema Novo.

Ein weiterer Meilenstein stammte dann wieder von der amerikanischen Traumfabrik; die computeranimierten Filme. Seit deren Entwicklung und der Erscheinung von Toy Story im Jahre 1995, sind die animierten Filme nicht mehr wegzudenken.

Der aktuellste Sprung wurde 2009 mit James Camarons Avatar gemacht. Der erste 3D-Film auf der Leinwand ist Tatsache geworden. Gleichzeitig wiederspiegelt der Science Fiction-Film die Entwicklung des Films wieder. Während zu Beginn einfache Bewegungsabläufe wie ein Pferd beim Überspringen des Hindernisses abgelichtet wurden, werden heute surreale Welten, wie Camerons Dschungelmond Pandora geschaffen.

Die ganze Geschichte des Films ist einerseits in den Universal Studios Los Angeles und Orlando ersichtlich. Sie wird jedoch auch im Nationalen Filmmuseum in Turin auf interessante und interaktive Art und Weise dargestellt. Die verschiedenen Etappen des Films mit den jeweiligen Klassikern werden ausgestellt und mit den Idolen können Fotos gschossen werden.

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